Kein Würgereiz durch Abdruckmaterial
Kein Würgereiz durch Abdruckmaterial
Besonders relevant für Patienten mit starkem Würgereiz oder Kieferklemme.
Sofortige digitale Weiterverarbeitung
Scandaten können direkt in CAD/CAM-Software oder Planungsprogramme übertragen werden — ohne Umweg über das Labor.
Höhere Reproduzierbarkeit
Digitale Scans sind exakt wiederholbar. Fehler durch Abdruckdeformation oder Lagerung entfallen.
Patientenvisualisierung
Der Scan kann dem Patienten direkt am Bildschirm gezeigt werden — als Ausgangspunkt für Behandlungsgespräche.

Intraoralscan vs. konventioneller Abdruck
Ein direkter Methodenvergleich zeigt, wo der digitale Abdruck klinische und praktische Vorteile bietet – und wo Grenzen bestehen.
| Kriterium | Intraoralscan (digital) | Konventioneller Abdruck |
|---|---|---|
| Abformgenauigkeit (Einzelzahn) | ≤ 20 µm Abweichung (klinisch validiert) | 50–100 µm, abhängig von Material und Technik |
| Patientenkomfort | Kein Würgereiz, kein Abformmaterial im Mund | Häufig Würgereiz, Engegefühl durch Löffel |
| Weiterverarbeitung | Sofortiger digitaler Versand an Labor oder CAD/CAM-Fräse (Chairside) | Gipsmodell erforderlich, Versand physisch, Zeitverzug 1–3 Tage |
| Archivierung & Reproduzierbarkeit | STL-Datei dauerhaft digital archivierbar, jederzeit abrufbar | Gipsmodell bruchgefährdet, Lagerungsaufwand, begrenzte Haltbarkeit |
| Eignung bei großen Lücken / Freiendsituationen | Eingeschränkt: Stitching-Fehler bei langen Scanbereichen möglich | Zuverlässig bei ausgedehnten Schaltlücken und Freiendgebissen |
| Patientenvisualisierung | 3D-Modell sofort am Bildschirm zeigbar, Behandlungsplanung erklärbar | Keine direkte Visualisierung ohne zusätzliche Digitalisierung |
| Kosten & Infrastruktur | Hohe Anschaffungskosten (ca. 15.000–30.000 €), keine Verbrauchsmaterialien | Geringe Gerätekosten, laufende Kosten für Abformmassen und Löffel |
Qualitätsstandards des Instituts
Scangenauigkeit: Klinisch validierte IOS-Systeme erreichen eine Abweichung von ≤ 20 µm im Frontzahnbereich.
STL-Dateiqualität: Exportierte Scandaten müssen eine Netzauflösung ≥ 0,1 mm für CAD/CAM-Fräsungen gewährleisten.
Scandauer: Ein Vollbogenscan sollte in ≤ 5 Minuten abgeschlossen sein, um Patientenkomfort und Datenkonsistenz sicherzustellen.
Reproduzierbarkeit: Wiederholungsmessungen desselben Kiefers dürfen eine Abweichung von ≤ 50 µm nicht überschreiten.
Implantat-Scan-Body: Bei Implantatabformungen ist die Verwendung herstellerspezifischer Scanbodies für Passgenauigkeit zwingend erforderlich.
Fragen aus wissenschaftlicher Perspektive
Klinische Umsetzung
Intraoralscan bei Smile4Life
Der klinische Partner des Instituts, Smile4Life, führt die beschriebenen Behandlungen nach den Qualitätsstandards des Instituts durch.
Kurz erklärt
Ein Intraoralscan ersetzt den klassischen Abdrucklöffel: Eine kleine Kamera scannt Ihre Zähne und erstellt in Sekunden ein präzises 3D-Modell. Das ist angenehmer, schneller und liefert genauere Daten für Kronen, Brücken, Schienen oder Implantat-Aufbauten.
Wann ist das relevant?
- Ihr Zahnarzt plant eine Krone, Brücke oder ein Implantat
- Sie haben Würgereiz bei herkömmlichen Abdrücken
- Sie möchten wissen, ob ein digitaler Abdruck genauer ist
- Sie fragen sich, was mit dem 3D-Modell gemacht wird
Passende Leitfäden
Fragen für das Erstgespräch
- Verwenden Sie für meine Versorgung einen digitalen Scan oder einen herkömmlichen Abdruck?
- Wird das 3D-Modell direkt an das Labor übermittelt?
- Kann ich das 3D-Modell meiner Zähne sehen?
- Wie genau ist der Scan im Vergleich zum klassischen Abdruck?
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Beratung durch einen approbierten Zahnarzt oder Facharzt. Das Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien ist eine gemeinnützige, unabhängige Wissenschaftsplattform — kein Behandlungsbetrieb. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur; individuelle Behandlungsentscheidungen müssen stets mit einem approbierten Zahnarzt getroffen werden.
