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Intraoralscan Wien — Digitaler Abdruck erklärt – Institut für Implantologie

Intraoralscan: Wie die digitale Abformung funktioniert — und warum sie den klassischen Abdruck in vielen Situationen ersetzt.

Der Intraoralscan ist eines der zentralen Werkzeuge der digitalen Zahnmedizin. Er ersetzt in vielen klinischen Situationen den klassischen Abdruck mit Abformmasse — und ist die Grundlage für den vollständig digitalen Behandlungsworkflow.

Wissenschaftliche Einordnung
Keine Behandlungsempfehlung
10–50 µmGenauigkeit
Kein AbdruckVerfahren
STLExportformat
Echtzeit3D-Modell

Kein Würgereiz durch Abdruckmaterial

01

Kein Würgereiz durch Abdruckmaterial

Besonders relevant für Patienten mit starkem Würgereiz oder Kieferklemme.

02

Sofortige digitale Weiterverarbeitung

Scandaten können direkt in CAD/CAM-Software oder Planungsprogramme übertragen werden — ohne Umweg über das Labor.

03

Höhere Reproduzierbarkeit

Digitale Scans sind exakt wiederholbar. Fehler durch Abdruckdeformation oder Lagerung entfallen.

04

Patientenvisualisierung

Der Scan kann dem Patienten direkt am Bildschirm gezeigt werden — als Ausgangspunkt für Behandlungsgespräche.

Intraoraler 3D-Scanner mit digitalem Zahnmodell in Echtzeit Wien – Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien
Intraoraler Scanner: Digitale Abformung in Echtzeit. Das 3D-Modell entsteht während des Scannens direkt auf dem Bildschirm.

Intraoralscan vs. konventioneller Abdruck

Ein direkter Methodenvergleich zeigt, wo der digitale Abdruck klinische und praktische Vorteile bietet – und wo Grenzen bestehen.

KriteriumIntraoralscan (digital)Konventioneller Abdruck
Abformgenauigkeit (Einzelzahn)≤ 20 µm Abweichung (klinisch validiert)50–100 µm, abhängig von Material und Technik
PatientenkomfortKein Würgereiz, kein Abformmaterial im MundHäufig Würgereiz, Engegefühl durch Löffel
WeiterverarbeitungSofortiger digitaler Versand an Labor oder CAD/CAM-Fräse (Chairside)Gipsmodell erforderlich, Versand physisch, Zeitverzug 1–3 Tage
Archivierung & ReproduzierbarkeitSTL-Datei dauerhaft digital archivierbar, jederzeit abrufbarGipsmodell bruchgefährdet, Lagerungsaufwand, begrenzte Haltbarkeit
Eignung bei großen Lücken / FreiendsituationenEingeschränkt: Stitching-Fehler bei langen Scanbereichen möglichZuverlässig bei ausgedehnten Schaltlücken und Freiendgebissen
Patientenvisualisierung3D-Modell sofort am Bildschirm zeigbar, Behandlungsplanung erklärbarKeine direkte Visualisierung ohne zusätzliche Digitalisierung
Kosten & InfrastrukturHohe Anschaffungskosten (ca. 15.000–30.000 €), keine VerbrauchsmaterialienGeringe Gerätekosten, laufende Kosten für Abformmassen und Löffel

Qualitätsstandards des Instituts

Scangenauigkeit: Klinisch validierte IOS-Systeme erreichen eine Abweichung von ≤ 20 µm im Frontzahnbereich.

STL-Dateiqualität: Exportierte Scandaten müssen eine Netzauflösung ≥ 0,1 mm für CAD/CAM-Fräsungen gewährleisten.

Scandauer: Ein Vollbogenscan sollte in ≤ 5 Minuten abgeschlossen sein, um Patientenkomfort und Datenkonsistenz sicherzustellen.

Reproduzierbarkeit: Wiederholungsmessungen desselben Kiefers dürfen eine Abweichung von ≤ 50 µm nicht überschreiten.

Implantat-Scan-Body: Bei Implantatabformungen ist die Verwendung herstellerspezifischer Scanbodies für Passgenauigkeit zwingend erforderlich.

Fragen aus wissenschaftlicher Perspektive

Klinische Umsetzung

Intraoralscan bei Smile4Life

Der klinische Partner des Instituts, Smile4Life, führt die beschriebenen Behandlungen nach den Qualitätsstandards des Instituts durch.

Für Patienten

Kurz erklärt

Ein Intraoralscan ersetzt den klassischen Abdrucklöffel: Eine kleine Kamera scannt Ihre Zähne und erstellt in Sekunden ein präzises 3D-Modell. Das ist angenehmer, schneller und liefert genauere Daten für Kronen, Brücken, Schienen oder Implantat-Aufbauten.

Wann ist das relevant?

  • Ihr Zahnarzt plant eine Krone, Brücke oder ein Implantat
  • Sie haben Würgereiz bei herkömmlichen Abdrücken
  • Sie möchten wissen, ob ein digitaler Abdruck genauer ist
  • Sie fragen sich, was mit dem 3D-Modell gemacht wird

Fragen für das Erstgespräch

  • Verwenden Sie für meine Versorgung einen digitalen Scan oder einen herkömmlichen Abdruck?
  • Wird das 3D-Modell direkt an das Labor übermittelt?
  • Kann ich das 3D-Modell meiner Zähne sehen?
  • Wie genau ist der Scan im Vergleich zum klassischen Abdruck?

Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Beratung durch einen approbierten Zahnarzt oder Facharzt. Das Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien ist eine gemeinnützige, unabhängige Wissenschaftsplattform — kein Behandlungsbetrieb. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur; individuelle Behandlungsentscheidungen müssen stets mit einem approbierten Zahnarzt getroffen werden.

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